Freitag, 30. November 2012

Schüler und das Internet


Zwei Tweets von Twitterin @lammatini  zum Internet:
Fragt man Eltern "Was, glauben Sie, wünschen sich Ihre Kinder von Ihnen bezüglich Internet", antworten diese: "Klar: unbegrenztes Surfen!"
Präsentiere ihnen dann Antworten ihrer Kinder: ernstgenommen werden, auch mal loben, echtes Interesse zeigen. Macht sie sehr nachdenklich.

Samstag, 24. November 2012

Kommunikationskosten - Kommunikationsrisiken

Mitschriftversuch:
Elektronische Spuren im Netz
Kriminalitätsmöglichkeiten:
Daten der Banken werden auf den eigenen Server umgeleitet (Man in the middle)
Überwachungsmöglichkeit/Kundenbeobachtung:
Clickstreamanalyse
12 Terabyte von Twitter täglich von Banken ausgewertet, abgeglichen mit Facebook, Kaufkraft in Stadtbezirken usw.
Aus Kauf- und Bezahlverhalten auf drohende Insolvenz geschlossen.
Versicherung Untersuchung von Kunden auf Empfänglichkeit für Angebote
Tägl. 1 Mrd Facebook-Updates, viele Millionen Twitternachrichten
Schufaprojekt zur Analyse wurde nach Protesten auf Eis gelegt, in USA ist so etwas schon lange üblich.
Fluglinie KLM beschenkt ihre Kunden mit auf ihr Twitterprodukt passenden Geschenken.
Facebook hat Überwachungssoftware, mit dem ein Pädophiler aufgedeckt wurde.
Beispiel: Druckertintenbestellung - "Sammelwut" der Geheimdienste 120 000 Verdachtswörter, z.B. afghanische Städtenamen
Auch medizinische Daten von beobachteten Personen werden ausgewertet. Fernmeldegeheimnis wird dafür außer Kraft gesetzt.
INDECT: EU-Forschungsprojekt. Vorläufig nur Algorithmen entwickelt, noch keine Vernetzung
TrapWire: U-Bahn, Kasinos in Las Vegas usw. überwacht
Gefahr, dass die Daten zur Erpressung verwendet werden.
Internet "das Medium, das unser Leben so sehr verändert hat wie keine andere Erfindung der letzten 100 Jahre".

Mein Kommentar:
Eine gelungene Zusammenstellung. Ich bin froh, dass ich manches mit Wikipedia verlinken konnte, da ich nicht übersehe, wie viel ich vom schriftlichen Material werde durchgehen können.

Persönlich bin ich der Meinung, dass gezielte Werbung an mir nicht allzu viel verloren hat; aber beeindruckt war ich doch, als ich eine Googlesuche nach Fontanefan mit der neutraleren Suche von DuckDuck verglich: Fontanefan. Es tut sich sozusagen ein neues Internet auf. Eine neutrale Suche interessiert sich nicht für meine Webseiten, sondern viel mehr für meine Kommentare auf wirklich wichtigen Webseiten. (Vergleichen Sie einmal eine Googlesuche zu einem Sie interessierenden Thema mit einer DuckDuck-Suche! Google findet nicht das Wichtigere, sondern das, was Sie für wichtiger halten. Wie viele Informationen über Sie benutzt es dabei? Wofür kann es sie noch verwenden?)
Dass Google Facebook nachmacht, sehe ich sehr kritisch.

Kurz zu alternativen sozialen Netzwerken.
Jo Bager schreibt in c't und Spiegel online:
"Es wäre hilfreich, wenn sich die verschiedenen alternativen Projekte enger zusammenschlössen und ihre Möglichkeiten besser publizierten. So könnten sie schneller eine kritische Masse an gemeinsamen Nutzern aufbauen, die es auch für weitere Surfer interessant macht, mal die angestammten Treffpunkte zu verlassen und was Neues auszuprobieren."

Persönlich bedaure ich, dass die prominenten Mitglieder der Piratenpartei sich mit ihrer Politik der Transparenz so viel Ärger eingehandelt haben (dazu: bzgl. Weisband). Aber für die unbedarfteren Netzaffinen halte ich es für ein wichtiges Beispiel.
Hier sind netzerfahrene und zum Teil hochbegabte politisch engagierte Internetnutzer in ihrem Optimismus über das Netz nach einigen Querelen und Shitstorms (im Netz und in den Medien) ziemlich enttäuscht worden. Das sollte weniger versierten Internetnutzern zu denken geben. Da wird das soziale Netzwerk Twitter, in dem jemand unbedacht eine ironische Formulierung gebraucht hat, plötzlich zum Nachrichtendienst, mit dem er etwas verlautbart hat, was als völlig unironisch verstanden wird.

J. Robes: Funkkolleg Daily, 24.11.12
C. Bremer: Aktivitäten rund ums Funkkolleg, 24.11.12

Donnerstag, 22. November 2012

Neue Entwicklungen in der Hochschullehre

Offene Internetkurse wie das Funkkolleg Medien sind der Versuch, das Konzept des MOOC, wie es an kanadischen Hochschulen entwickelt worden ist, um die Reichweite von Hochschulangeboten auszuweiten, in Deutschland für die Weiterbildung einzusetzen. Den Durchbruch erreichte S. Thrun mit seinem Kurs zum Thema Artificial Intelligence, an dem 160 000 teilnahmen und bei dem immerhin 23 000 eine Prüfung ablegten.
Genauer erläutert wird das von Claudia Bremer in einem Video, das sie zusammen mit Christian Spannagel erstellt hat: Flipped Classroom meets MOOC.
Der Flipped Classroom, der im Titel dieses Videos vorkommt, ist hier nicht mein Thema. Außerdem wird er von Spannagel so gut erläutert, dass eine Erklärung von mir überflüssig ist. Dennoch habe ich für die, die das Video nicht anschauen wollen, auch diesen Begriff mit einem Wikipedialink versehen.

Samstag, 17. November 2012

Ende der Privatheit? - Datenexhibitionismus und Selbstvermarktung (Funkkolleg 3)

Podcast der Sendung

Die Darstellung erinnert mich irgendwie an eine Erörterung aus der 8. Klasse: Es gibt Vor- und Nachteile. Mit der Zusammenfassung: Jeder muss selbst entscheiden.

Meiner Meinung nach sollten soziale Netzwerke verpflichtet sein, den einzelnen jede Veröffentlichungsentscheidung selbst treffen zu lassen, auch wenn eine solche Verpflichtung gegen Mammutunternehmen nicht ganz leicht durchzusetzen ist. Schließlich gehört informationelle Selbstbestimmung zu den Grundrechten.
Zusätzlich sollte aber Datenschutz ein wichtiges Thema der Medienerziehung sein.
Nicht jeder ist ein Goethe, dessen Werke ihren herausragenden Wert nicht zuletzt darin besitzen, dass sie Teile einer "großen Konfession" sind. Nicht jeder ist geschaffen, wie Luther ein Bekenner zu sein.
Es gehört nämlich zum Bekennen die Weisheit, zu wissen, was man besser verschweigt, und die Energie, aus seinem Bekenntnis etwas zu machen.

Paperli zum Thema

Mittwoch, 14. November 2012

Open Course über Open Courses

Das Programm ist schon erfreilich weit gediehen: http://howtomooc.org/programm/

Ich notiere weiter, was an Neuem kommt, bzw. was mir dazu einfällt.

Lizensierung bei MOOCs (12.12.12)

Dienstag, 13. November 2012

Weshalb Mark Zuckerberg die Privatspäre nicht respektieren will und anderes

Zu Facebook:
Am 11.1.2010 veröffentlichte die taz einen Artikel über ein Interview mit Mark Zuckerberg, daraus zitiere ich:
Facebook fühlt sich demnach nicht wie andere Firmen "gefangen von alten Konventionen". Man fühle sich wie eine Neugründung und passe sich an. "Andere Firmen würden keine Änderung der Privatsphäreneinstellung für 350 Millionen Nutzer vornehmen. Wir hielten das aber für wichtig." Facebook habe sich deshalb gefragt, was derzeit die "gesellschaftliche Norm" sei. "Und dann haben wir es einfach getan."
und den Kommentar von Martin vom 11.1.10:
Okay, dann veröffentlicht Zuckerbergs Telefonnummern, Adresse, Name seiner Freundin(nen), Krankheiten, Schulnoten usw. Und dann fragt ihn noch einmal zum Thema Privatsphäre.
 zu Twitter:
 Am Dienstag, d. 13.11., von 12:30 bis 13:30 diskutiert die 8b über Twitter unter dem Hashtag #jd8b.
Wer Lust hat, kann mitdiskutieren. (Dazu sieh Schulwiki der Stadt Köln: Kaiserin Augusta Schule Köln Klasse 8b; zu den möglichen Themen hier.)

Allgemein:
Wer kontrolliert das Wissen?

Montag, 12. November 2012

Internetkurse und freie Unterrichtsmaterialen im Internet (englischer Sprachraum)

Auf dem Blog Open Culture finden sich:
530 kostenlose Internetkurse
Nachtrag zur obigen Liste (September 2012)

außerdem in der rechten Spalte:

Free Certificate Courses
Free Audio Books
Free Movies
Free Textbooks
Free Language Lessons
Great Science Videos
Smart YouTube Channels
Intelligent Video Sites

Den Hinweis verdanke ich Yvonne Stragies' Blog "Bildungsdialoge".

OER and staff (Vivien Rolfe)
dito: Peter Reed
Zeitschrift für Research in Learning Technology

Samstag, 10. November 2012

Während der Kollegstunde "Soziale Netzwerke" in Twitter gelesen

Aus meiner Mitschrift:
US-Student: „Wichtige Nachrichten werden mich finden.“
Diese Nachrichten haben mich bei Twitter über einen Retweet von Winchenbach gefunden:

weiter in der Mitschrift:
Schwache Bindungen helfen bei der Verbesserung der beruflichen Karriere.
Netzwerke helfen dazu, die schwachen Bindungen über 150 hinaus auszuweiten. (Das persönliche Gedächtnis schafft nicht mehr.)
Referate über Billiglohnarbeiter in Kanada. Zusammenarbeit nur über Facebook geplant, ohne Treffen.
Soziale Filterblase (filter bubble): Nur Nachrichten aus dem eigenen Umfeld. - Abgelöste Netzwerke: z.B. studiVZ

(Eine ausführlichere Mitschrift liefert Simon Dueckert.)

Als ich den Hinweis auf diesen meinen Blogbeitrag twittere, holt mich meine Filterblase ein und ich lese über die Vorbereitung eines Open Course über open courses.

Wieso gehört Ulrich Winchenbach zu meinem sozialen Netzwerk? Ich habe an einem offenen Internetkurs teilgenommen, in dessen Anschluss eine Veranstaltung in Stuttgart beim MFG stattfand. Bei dieser Gelegenheit habe ich U. Winchenbach kennengelernt und beschlossen, ihm bei Twitter zu folgen.
Übrigens, zwei der Veranstalterinnen des Open Course über open courses  (Dörte Giebel, am ils, und Monika E. König, auch Bloggerin) kenne ich ebenfalls von diesem Kurs. Doch von diesem Kurs habe ich auch über Twitter gehört (bzw. gelesen). Der Anlass war freilich, dass ich eine E-Mail erhielt, dass ich einen neuen Follower bei Twitter hätte. (Das Weitere ist hier nachzulesen.)
Irgendwie hatte also auch die Nachricht über diesen Kurs "mich gefunden". Die Nachricht, dass es ein fkmedien gibt, erfuhr ich übrigens über diesen Blogbeitrag.

Der Hinweis auf Links ist übrigens typisch für Twitter. Für meine Blogs offenbar auch.

Ein digital native bin ich übrigens nicht:
"Macht euch die Menschen untertan!" sagen die Rüstung und die Computer. Aber noch können wir uns wehren, wenn wir es wollen.
habe ich 1987 geschrieben (in den beiden letzten Zeilen des Textes). Und dabei bleibe ich auch.

Alternativen zu Facebook

Freitag, 9. November 2012

Zur ersten Kollegstunde des Funkkollegs "Medien"

In der ersten Kollegstundes des Funkkollegs "Medien - Wirklichkeit 2.0" wird Claus Leggewie mit einer provozierenden Aussage zitiert: "Ich glaube, dass Google mächtiger ist als China".
Wenn man Macht als die Fähigkeit versteht, "Ziele zu erreichen, ohne sich äußeren Ansprüchen unterwerfen zu müssen" (Wikipedia), liegt er in seinem Glauben sicher falsch. Denn Google hat gegenüber China nachgegeben, gegenüber den USA und sogar gegenüber Bettina Wulff.
Doch wenn man Macht als "Macht über" (im Sinne von E.O. Czempiel als "kluge Macht") versteht, nämlich als die Fähigkeit,  "auf das Verhalten und Denken von Personen und sozialen Gruppen einzuwirken" ( ebenenfalls Wikipedia), dann hat Google diese Fähigkeit wohl in einem größeren Umfang als die chinesische Regierung, weil es schon mehrere Milliarden fortwährend beeinflusst.
(So viel zu dieser Problematik, so weit es das Funkkolleg Medien betrifft. Mehr dazu unter "Ist Google mächtiger als China?")

Notgedrungen kam sonst vieles vor, was mir geläufig und daher für mich relativ uninteressant ist. Auch ist das  Begleitmaterial, das schon allein zur ersten Stunde geliefert worden ist, so überbordend, dass man eine Menge Medienkompetenz besitzen muss, um nicht darin zu ertrinken.
Ich für meine Person habe mir vorgenommen, ganz viel, was mir das Funkkolleg bietet, nicht zu nutzen, um das nutzen zu können, was mir am vielversprechendsten erscheint.

Zum Schluss: Jetzt schon ein ganz großes Lob an die Veranstalter dieses Funkkollegs. Ich habe an anderer Stelle sehr beklagt, dass es das Quadriga Funkkolleg nicht mehr gibt, und ich bedaure es noch heute. Das jetzige Funkkolleg verspricht aber der Idealvorstellung eines Funkkollegs, wie ich sie habe, so nahe zu kommen, wie es heute nur geht. Und im Sinne der Beteiligungsmöglichkeit übertrifft es das damalige Funkkolleg bei weitem.

Sonntag, 4. November 2012

Die ZUM ist 15 Jahre alt geworden

Interview zum Jubiläum mit Karl Kirst

Kleine Chronik der ZUM

ZUM - Wie alles anfing (Bericht von Margit Fischbach)

Erste Bilder vom Jubiläumstreffen in Königswinter

Tweets vom Jubiläumstreffen (die neusten handeln von der Heimreise und der ersten Bilddokumentation)

Ein Film wird entstehen, der besser wiedergeben wird, was vor sich gegangen ist, als ich es könnte.

Trotzdem schon einmal zwei Bilder: Entstehungsprozess und Ergebnis



Wie kann man die Kommunikation zwischen Mitgliedern und Vorstand verbessern?

Ideensammlung im World Café