Montag, 22. Mai 2017

 24 "Prävention statt Panik – wie Sicherheit erforscht und vermarktet wird" von Stefan Ehlert 

Charlie Hebdo und die Anschläge von Paris im Jahr 2015 waren ein Wendepunkt, sagen viele. Das Verhalten und die Vorkehrungen bei Veranstaltungen haben sich geändert. Sollte jeder Einzelne von uns in Zukunft sicherheitstrainiert sein? Steckt dahinter eine schlüssige Sicherheitstheorie – oder Panikdenken?

Stichpunkte: Sicherheitsanbieter, z.B. Kurse für Entwicklungshelfer, die Überfällen ausgesetzt sind; wichtig ist, seine eigene Reaktion auf Gefahrensituation einschätzen zu können durch Sicherheitstraining.
Resilienz individuell und auch von seiten der Gesellschaft: z.B. wie werden die Folgen eines allgemeinen Stromausfalls verabeitet?
Zivile Sicherheitsbranche über 14 Mrd. € im Jahr Umsatz. - Wirkung von Sicherheitsmaßnahmen ambivalent. 
Frühwarnsysteme; Betriebsspionage (volle USB-Sticks auf Reisen daher problematisch)


  • Zusatzmaterial

Dienstag, 16. Mai 2017



23 Bio-Sicherheit – der Zugriff auf unsere Natur


Autorin: Regina Oehler Sendedatum in hr-iNFO: Wiederholungen: am folgenden Samstag, 11.35 Uhr und Sonntag, 8.35 Uhr, 14.35 Uhr und 20.35 Uhr
Biosecurity  -  Biosafety   -  Antibiotikakrise: Antibiotikaresistenz  „Reserveantibiotika“ (aus wirtschaftl. Gründen nicht attraktiv)
revolutionäre Gentechnik, die das gezielte Verändern von Erbgut einfach, präzise und preiswert macht. Die DNA von Pflanzen, Tieren und Menschen lässt sich mit der Crispr/Cas9 genannten Methode nach Belieben verändern. Für diese Technologie hat sich der Begriff Genome Editing etabliert. Beispiel Veränderung der Anophelesmücke.
Die Öffentlichkeit sollte in die Diskussion übe Chancen und Risiken einbezogen sein.
Mit den neuen Möglichkeiten des „Gen-Editings“ lassen sich rasch, einfach und billig Gene ausschalten oder verändern. Dass diese Technik dazu benutzt wird, tief in die menschliche Erbsubstanz einzugreifen, das halten die meisten Wissenschaftler – unabhängig davon, wie sie persönlich dazu stehen – nur für eine Frage der Zeit. Genveränderungen in den Keimzellen würden aber von Generation zu Generation weitergegeben. Wie „sicher“ könnte so eine Technik sein, wer haftet für die Folgen?

sieh auch: Netzdebatte Risikogesellschaft

Montag, 8. Mai 2017

Sonntag, 30. April 2017

Kritische Infrastrukturen - Lebensmittelversorgung

Funkkolleg Sicherheit Folge 22 Mittel zum Leben – wie sichern wir unsere Versorgung?

Sendedatum in hr-iNFO: Montag, 08.05.17, 20.35 Uhr
Wiederholungen: am folgenden Samstag, 11.35 Uhr und Sonntag, 8.35 Uhr, 14.35 Uhr und 20.35 Uhr
Funkkolleg Sicherheit Folge 21 

Kritische Infrastrukturen – wo Gesellschaften verletzlich sind Autor: Jan Eggers


Sendedatum in hr-iNFO: Montag, 24.04.17, 20.35 Uhr
Folgen des Zusammenbruchs eines Stromnetzes: u.a.: Versorger mit Energie wie z.B. Tankstellen haben fast nie Notstromaggregate. Apothekenlager nur über Computer erschließbar für Medikamentenausgabe. Sicherheitsreserven "wegoptimiert". Kritische Systeme müssen resilient gemacht werden. Es darf nicht alles zusammmenbrechen, Teilstrukturen müssen unabhängig sein. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK); Handys können vom Zentralnetz unabhängig sein. Früher gab es im Zusammenhang mit dem Ost-West-Konflikt Katastrophenvorsorge, die aber 1990 aufgegeben wurde. 
Notfallvorräte: z.B. 2 l Wasser pro Tag und Person

"Kraftwerke, Wasserreservoirs, Telekommunikationszentren oder der Bundestag: Bedeutende Einrichtungen und Institutionen in Deutschland hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Blick. Es sind die „Kritischen Infrastrukturen“. Im Notfall ist die Sicherung von Grundfunktionen nämlich überlebenswichtig."

Materialien:

"Je größer die Infrastrukturen seien, desto größer sei das Risiko empfindlicher Sicherheitslücken, sagte Andrey Suvorov von Kaspersky Lab.
Das Unternehmen hat zu der Problematik eine weltweite Studie durchgeführt. Demnach sind aktuell über 220 000 Komponenten von industriellen Kontrollsystemen über das Netz weltweit verfügbar. 91,6 Prozent der Systeme nutzen unsicherer Internetverbindungsprotokolle, die Angreifer für Attacken oder der Möglichkeit der Fernsteuerung ausnutzen könnten. In den vergangenen fünf Jahren seien Schwachstellen innerhalb von Industrie-Komponenten um das zehnfache gestiegen.
Dass die Gefahr sehr real sei, hätten in den vergangenen Jahren mehrere Vorfälle gezeigt, hieß es. So hätten 2015 Cyber-Angreifer in der Ukraine mit einer Attacke auf ein Elektrizitätswerk rund die Hälfte der Haushalte in der Region vom Strom gekappt. Zuletzt waren Unbekannte laut eines Sicherheits-Reports des amerikanischen Telekom-Riesen Verizon vom März in die Systeme eines namentlich nicht genannten Wasserwerks gelangt und manipulierten dort die chemische Zusammensetzung des Leitungswassers." (https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/computer_nt/article156951358/Kaspersky-sieht-kritische-Infrastrukturen-in-Gefahr.html)


Auf den Informationsseiten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) finden Sie u.a. Definitionen, Ansprechpartner, Aufgabenbereiche, Projekte sowie Publikationen zum Thema „Kritische Infrastrukturen“.

Sieh auch: Zur Privatisierung von Infrastruktur: Staat im Ausverkauf

Crassus gründete in Rom 70 v.Chr. eine private Feuerwehr: "Wenn es brannte, erschien Crassus am Ort des Geschehens und unterbreitete dem Besitzer des brennenden Gebäudes ein Angebot: War er bereit, sein Haus zu einem Bruchteil des angemessenen Preises zu verkaufen, schritten die Löschtruppen zur Tat. Wollte der Besitzer sein Haus nicht verkaufen, pfiff Crassus seine Feuerwehrsklaven zurück und ließ dem Feuer seinen Lauf. Dieses "Geschäftsmodell" ließ ihn zu einem der reichsten Römer seiner Zeit werden." (Hervorhebung von Fontanefan)

Dienstag, 11. April 2017

colearn.de/cl2025: MOOCathon

2. Lernwoche Federführung Continental  “Beim Lernen geht es nicht um KÖNNEN, sondern um MACHEN und den Prozess des WERDENS.”



1. Lernwoche Federführung Merck

colearn.de/cl2025 - die wichtigsten Informationen zum MOOCathon, das wird während des MOOCathons auch die zentrale Einstiegsseite (am besten als Favorit speichern).

colearn.de/cl2025teilnehmende - Karte und Liste aller Teilnehmenden. Ihr könnt Eure Einträge unter DIESEM LINK aktualisieren (vielleicht auch als Favorit speichern).

colearn.de/cl2025lerngruppen - Informationen zur Gründung von und zum Beitritt in Lerngruppen. Am besten Du startest direkt damit, Dir eine geeignete Lerngruppe zu suchen.

cl2025 Lernplattform - wir verwenden im MOOCathon das offene Netz als Lernplattform. Hier beschreiben wir, wie das funktioniert.
https://colearn.de/auftaktwoche-cl2025/.
Working out loud-Treffen
Harald Schirmer hat dazu einen kurzen Blogpost mit Links zum WOL-Circle-Konzept von John Stepper geschrieben.

Termine und Links der 12 öffentlichen WOL-Circle-Treffen,
jeweils von 19.00 bis 20.00 Uhr:


  1. 15.05.2017 Skype for Business Web App
  2. 22.05.2017 Skype for Business Web App
  3. 29.05.2015 (Link wird nachgeliefert)
  4. 12.06.2017 Skype for Busninss Web App
  5. 19.06.2017 Skype for Business Web App
  6. 26.06.2017 Skype for Business Web App
  7. 04.07.2017 Skype for Business Web App
  8. 11.07.2027 Skype for Business Web App
  9. 18.07.2017 Skype for Business Web App
  10. 24.07.2017 Skype for Business Web App
  11. 31.07.2017 Skype for Business Web App

Donnerstag, 6. April 2017

Funkkolleg Sicherheit in den Osterferien, besonders Folge 20: Cyber-War

In den hessischen Osterferien gibt es zwei Extra-Ausgaben:
Am 3. AprilProfessor Michael Stolleis und Professor Christoph Gröpl erörtern die Begriffe Rechtssicherheit, Gerechtigkeit und Rechtsstaat. Die beiden Juristen forschen am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main und an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.

Am 10. April beschreibt die junge Extrembergsteigerin Caro North, was für sie Sicherheit, Risiko und Angst bedeuten. Auf unserer Webseite zeigen wir Ihnen Bilder von Caro North beim Bergsteigen!

Das hr-iNFO Funkkolleg–Buch ist da:
Funkkolleg Sicherheit. Subjektive Ängste – objektive Gefahren.
Heike Ließmann, Eberhard Nembach, Henning Steiner, Karl-Heinz Wellmann (Hrsg.)
Verlag Königshausen & Neumann, 300 Seiten ISBN: 978-3-8260-6216-2 € 19,80

"Die digitale Gewalt im Internet ist längst ein Weltkrieg

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama kündigte Ende 2016 Vergeltung für russische Hackerangriffe im amerikanischen Wahlkampf an. Seit 2010 haben die USA eine eigenständige Kommandoebene für die elektronische Kriegsführung, das USCYBERCOM. Dessen Aufgabe: die überlebenswichtige Infrastruktur der USA vor digitalen Attacken zu schützen, selbst Angriffswaffen und -strategien zu entwickeln und insgesamt die militärisch-technologische Überlegenheit der Amerikaner in diesem Bereich zu sichern.
Was die Cyberkrieger genau können, ist geheim. Denn anders als militärische Hardware, die auf Truppenparaden gezeigt wird, haben Cyberwaffen oft ein Verfallsdatum. Wenn sie einmal eingesetzt wurden, sind sie weitgehend entwertet, weil die andere Seite dann weiß, wie sie sich gegen Ausforschung oder Sabotage schützen kann." (Quelle)


Mittwoch, 8. März 2017

Sicherheitsgefühl nach Migrationsstatus und Nationalität

Schweizerische Statistik zum Gefühl der Sicherheit je nach Migrationsstatus

Eine Studie der Uni Bochum legt nahe, dass Deutsche „Sicherheitsphobiker“ sind: Sie haben Angst vor Gewalt, die selten vorkommt. Und fühlen sich sicher, wo es am unsichersten ist: in den eigenen vier Wänden. Von dieser „German Angst“ profitiert die Politik – aber auch die Hundezüchter, sagt der Kriminologe Thomas Feltes im Deutschlandfunk (DLF) und erläutert die Gründe für die „German Angst“.
Quelle: Deutschlandfunk: Kriminologie. Warum die Deutschen besonders viel Angst haben, 01.09.2016
Links aus Zusatzmaterialien zum Funkkolleg Sicherheit: